RUMÄNIEN
Rumänien ist gemeinsam mit Bulgarien am 1. Jänner 2007 der Europäischen Union beigetreten. Wie in vielen Bereichen der Politik gilt es nun, auch im arbeitsmarktpolitischen Bereich eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen. Insbesondere die fortgesetzte Umstellung auf ein marktwirtschaftliches System, der starke Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion durch Überschwemmungen und ein wegen fehlender Wettbewerbsfähigkeit nur geringes Wachstum der industriellen Produktion haben Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
Die Restrukturierung der Wirtschaft und die damit zusammenhängenden Privatisie-rungen der großen staatlichen Unternehmen haben zum Teil zu Massenkündigungen geführt. Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, Steigerung der Erwerbstätigkeit sowie Mangel an FacharbeiterInnen im Baugewerbe sind einige der wichtigsten Themen der Arbeitsmarktpolitik.
Gerade in dieser Phase kann also eine gemeinsame Kooperation zwischen Rumä-nien und Österreich im Bereich Arbeitsmarktpolitik beim Aufbau von Strukturen und Kapazitäten sowie bei Planung und Umsetzung der aktiven Arbeitsmarktpolitik von Nutzem sein.
Daher wurde im Juni 2008 ein Protokoll über Zusammenarbeit zwischen den Ar-beitsministerien beider Staaten abgeschlossen. Österreich und Rumänien arbeiten seither in Form von gemeinsamen Workshops, thematischen Seminaren, sowie einer jährlich stattfindenden Arbeitsmarktkonferenz erfolgreich zusammen.
Inhalte der Zusammenarbeit sind Seminare zum gegenseitigen Informations- und
Erfahrungsaustausch bezüglich der Arbeitsmarktsituation.
Aktuelle Themen dieser Seminare sind die Berufsausbildung in Rumänien und Österreich, Ausbildungssysteme und Anforderungen des Arbeitsmarktes, die Arbeitsmarktpolitik aus Sicht der SozialpartnerInnen, Gender Mainstreaming und der Europäische Sozialfonds.